Der Brautschleier – notwendig oder überflüssig?

Ob der Brautschleier nur ein schmuckes Detail oder doch ein überflüssiges Bestandteil der Brautgarderobe ist, erfahren Sie hier in diesem Artikel.

Diese Szene ist hinlänglich bekannt: der Standesbeamte zelebriert mit rührigen Worten das Trauungsritual, Braut und Bräutigam wechseln die Ringe, die Trauzeugen nicken sich vielversprechend zu und ein lautes und deutliches „JA“ von beiden Seiten wird vernommen.

Die Gäste warten nur noch auf die aussagekräftigen Worte des Standesbeamten, in denen es heißt: „Sie dürfen die Braut nun küssen“ – der Bräutigam lüftet jetzt den Brautschleier und küsst seine frisch Angetraute.

Ein magischer Moment für alle!

Der Brauch, einen Brautschleier zu tragen wird von Bräuten rund um die Welt seit jeher und auch heutzutage immer noch gerne wahrgenommen.

Denn ohne den Brautschleier wäre die Hochzeit doch nur wie der Himmel ohne Sterne, die Sonne ohne Strahlen oder der Fisch ohne Wasser – einfach nicht komplett!

Im Christentum begegnet uns der Brautschleier, den die Frau einzig am Tag ihrer ersten Hochzeit trug, bereits im 4. Jahrhundert. Er steht im Gegensatz zu der Zeit , als die Frau noch nicht verheiratet war, und ihr langes Haar offen und wallend trug.

Im Normalfall war der Brautschleier reinweiß und stand symbolträchtig für Jungfräulichkeit und Demütigkeit in der Ehe. Auch die Tradition, dass der Vater die Braut zum Altar führt, hat einen sinnbildhaften Hintergrund: beim Altar angekommen lüftete der Vater den Brautschleier und gab so seine Tochter frei und in die Obhut eines anderen Mannes.

Später kam es vor, dass der Brautschleier auch in Rot getragen wurde. Bei zweiten Ehen (zB durch Witwenschaft oä.) wurde der Brautschleier nicht mehr getragen, einzig ein Kranz aus frischen Heilpflanzen wurde als Kopfschmuck alternativ in Erwägung gezogen.

In der heutigen Zeit erlebt der Brautschleier eine Renaissance. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, diese in das Outfit der Braut zu integrieren. Dabei gibt es so viele Varianten, dass eine Auswahl zu treffen schwer fällt. Es gibt kurze und lange Brautschleier;  einstufige und zweistufige Brautschleier; es gibt sie in den vielfältigsten Stoffen und Farbintensitäten; mit färbigem Rand oder eingearbeiteten Mustern.

Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und für viele Bräute gilt der Brautschleier als Tüpfelchen auf dem i, um Ihre Garderobe perfekt zu machen.

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