Moderne Ehe – Teil 1

Eine Scheidungsrate von über 50 Prozent lässt aktuell mehr als nur ein wenig am Konzept Ehe zweifeln.

Einerseits sehnen sich viele Paare nach einer von ganz oben gesegneten Zweisamkeit und einer emotional anrührenden kirchlichen Trauung, um den symbolischen Wert der Ehe in vollem Umfang spüren zu können.

Andererseits lädt die oben erwähnte Scheidungsrate gerade dazu so rein gar nicht ein.

Warum eigentlich heiraten? Spießige Feiern, altbackene Rituale, wenig Platz für Individualität – viele Paare fühlen sich hin und her gerissen.

Zumal die Ehe auch mehr einem großen Abenteuer gleicht, denn einem gut ausgeklügelten Plan. Und das ist es doch, was uns Angst macht.  Wir lieben es zu planen, Abläufe zu organisieren und zu strukturieren.

Eine Ehe scheint sich schwer planen zu lassen. Denn für die meisten ist das Fundament einer glücklichen Ehe die Liebe. Und wie soll man die planen? Wie Gefühle über Jahre organisieren? Wie Emotionen strukturieren?

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Liebe lässt sich nicht planen, organisieren oder strukturieren. Dennoch muss man nicht vollkommen planlos in eine Ehe stolpern.

Wichtig ist, Dinge bereits im Vorfeld zu thematisieren.

Heutige Zeiten sind durch erhöhte Mobilität und Flexibilität geprägt. Daher sollten Sie bereits vor einer Eheschließung klären, was passieren wird, wenn einer von Ihnen versetzt wird bzw. einen Job in einer anderen Stadt anfängt. Was passiert, wenn Sie plötzlich gezwungen sind, eine Fernbeziehung zu führen?

Sprechen Sie Bedenken an und klären Sie auch schon im Vorfeld, ob Sie einen Ehevertrag möchten oder nicht.

Gerade durch die oben erwähnte Flexibilität und Mobilität kann der Traum von einem gemütlichen Häuschen am Stadtrand jäh in ein monatelanges Pendeln in kleine Mietwohnungen umschlagen.

Wenn sich die gemeinsamen Ziele einmal nicht mehr miteinander vereinen lassen bzw. sich die Gefühle anders entwickeln als gehofft, dann sollte feststehen, wie der Besitz aufgeteilt wird.

Um hier zu einer gütlichen Einigung zu kommen, sind Eheverträge meist eine gute Wahl. Denn gerade Finanzen und Besitz führen bei Scheidungen zu den berühmt berüchtigten Schlammschlachten.

Klären Sie also alle wichtigen Punkte bereits vor der Ehezeremonie.

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