Trauringe – Historische Liebes-Momente

Schmuck spielt seit jeher eine wichtige Rolle im Leben der Menschen. Sie zieren Handgelenke, Finger, Hälse, Fußgelenke und Ohren – und machen die so geschmückten Körperteile zu einem echten Blickfang. Doch viele Schmuckstücke können mehr als nur gut aussehen. Viele von ihnen haben eine tiefe, emotionale Bedeutung für den Träger. Gerade Ringe waren und sind es, welche Zugehörigkeit und gemeinsame Liebe ausdrücken. Ihre Symbolkraft besitzen die runden Eyecatcher allerdings nicht erst seit kurzem…

Moritz und Hanna stehen vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Das junge Paar muss sich aus einer Fülle von Ringen die passenden Hochzeitsringe aussuchen. Leichter gesagt als getan, denn einer ist schöner als der andere.

Juweliere bieten Hochzeitsringe in allen Formen und Farben, durch Gravuren und andere Gestaltungsmöglichkeiten kann jedes Hochzeitspaar ein ganz individuelles Ringpaar erhalten. Durch das Anlegen der Hochzeitsringe während der Trauung wird deutlich sichtbar, dass sich zwei Liebende gefunden haben.

Sie beschreiten nun offiziell und für alle erkennbar eine gemeinsame Zukunft. Aufgrund dieser starken Symbolik suchen auch Moritz und Hanna nach dem einen, ganz speziellen Ring. „Moritz und ich haben beide genaue Vorstellungen von unserem Wunschkandidaten. Nun müssen wir nur noch eine Variante finden, welche uns beiden gefällt. Denn wir haben ziemlich verschiedene Vorstellungen im Kopf“, lacht die junge Braut.

Mystische und geheime Kräfte

Das Dilemma, einen passenden Ring zu finden, gab es zu Anfang der Karriere des Traurings nicht. Schon in der Antike wurden Ringe getragen, um Zusammengehörigkeit zu demonstrieren.

Damals trugen allerdings lediglich Frauen einen Ring am Finger, wodurch ihre Bindung zum Ehemann deutlich wurde und dieser wiederum eine Bestätigung dafür hatte, dass die Mitgift ausgezahlt worden war.  Getragen wurde der Trauring damals am linken Ringfinger. Man ging davon aus, dass dieser Finger durch eine Ader in direkter Verbindung zum Herzen stünde – der Ringfinger der linken Hand besaß gemäß antiker Vorstellung eine direkte Verbindung ins Liebeszentrum, dem Herzen.

Seit dem ersten Jahrhundert nach Christus gilt der Ring offiziell als Sinnbild für Beständigkeit, Treue und Liebe. Papst Nikolaus I. verlieh dem Ring seine Symbolik als Zeichen für Unendlichkeit.

Damit hatte der Ehering auch vor Gott seine heutige Stellung erhalten. Fortan stand der Ehering neben Liebe und Treue auch für Verbundenheit und Ewigkeit, für eine Liebe, die ewig währt und von höchster Stelle bejaht wurde.

Anfängliche Eheringe bestanden zumeist aus Eisen, da diesem Element Treue, Bescheidenheit und Sparsamkeit zugeschrieben wurden. Eigenschaften, welche die zukünftige Ehefrau in sich vereinen sollte. Später, im zweiten Jahrhundert, begann man, Ringe aus Gold zu schmieden.

Warum aber ein Ring als Zeichen der Zusammengehörigkeit, Liebe und Treue? Die Antwort liegt in seiner Form begründet. Ein Ring besitzt weder Anfang noch Ende. Er endet nicht. So wie auch die Liebe zwischen zwei Menschen nicht enden soll.

Liebe und Zuneigung fließen in einem ewigen Kreis von einem zum anderen – für alle Zeiten. Der Ring war perfekt geeignet, um an den ewigen Liebeszyklus zu erinnern.

Sakrale Bedeutung eingebunden in der Trauungszeremonie

Obwohl die Bedeutung des Eheringes schon viel früher bekannt und genutzt wurde, fand der Trauring erst im 13. Jahrhundert Einzug in die kirchliche Trauung. Zu dieser Zeit begann man, dem Ring einen festen Platz in Trauungszeremonien zuzuschreiben.

Die Liebe, welche erst durch den Tod geschieden werden sollte, fand ihren symbolischen Ausdruck im Austausch von „unendlichen“ Ringen. Der Liebesbund der Ehepartner untereinander, sowie der Bund des Paares mit Gott sollten ewig Bestand haben.

Diese Aufwertung des Ringes wurde auch in seiner Form und Beschaffenheit sichtbar. Viele Ringe wurden nun aufwendig verziert, Diamanten fanden immer häufiger Verwendung und zierten prachtvolle Trauringe.

Mit den Jahrhunderten wurden die Trauringen immer romantischer, verspielter und individueller. Gravuren machten Platz  für intime und persönliche Botschaften, Verzierungen in Herzform verdeutlichten die gemeinsame Liebe. Symbole wie Hände, ineinander verschlungen und Schlangen, Symbol für Ewigkeit und Unendlichkeit, versorgten die Trauringe mit zusätzlichen Bedeutungen.

Der moderne Trauring

Heutzutage wird der Trauring im deutschsprachigen Raum am Ringfinger der rechten Hand getragen. In anderen Kulturen wird er nach wie vor am linken Ringfinger getragen.

Wie bereits zu Anfang der fulminanten Karriere des Traurings, sind auch heute noch Gravuren ein beliebtes Mittel, um aus handelsüblichen Trauringen ein persönliches Unikat zu machen. Neben den allseits beliebten Diamantringen sind nun auch Materialien wie Platin oder Weißgold begehrte Elemente zum Fertigen von Trauringen geworden.

Moritz und Hanna haben sich schließlich auf einen Ring aus Weißgold entschieden. Den edlen Look und den silbernen Glanz haben beide sofort in ihr Herz geschlossen. Als Gravur haben sie sich etwas ganz besonderes einfallen lassen.

„Wir wollten nicht – wie sonst bei allen Hochzeitspaaren üblich – unsere Namen und das Datum der Hochzeit eingravieren lassen. Dazu sind wir zu sehr Individualisten. Wir haben ein bischen gestöbert und sind auf frühe Gravursprüche gestoßen. Wir lassen – ganz im Sinne der altrömischen Tradition – „Pignus amores habes“ in unsere Ringe eingravieren. „Du hast meiner Liebe Pfand“ – dieser antike Spruch gefiel uns beiden, es ist mal etwas anderes und symbolisiert für uns mehr Liebe als die typischerweise eingravierten Namen.“

Wer allerdings „Pfandwächter“ wird, bleibt abzuwarten. Im Volksmund heißt es ja, dass dem Anstecken des Eheringes gesonderte Bedeutung zukommt. Gleitet der Ring am Finger der Frau ohne stocken nach hinten, hat der Mann in der Ehe die Hosen an. Ziert sich der Ring allerdings und bleibt stecken, hat künftig die Frau das Sagen…

PS: Wer zwar die Ringe schon besitzt, sonst allerdings noch einiges für die anstehende Hochzeit benötigt, kann auf weddix.de ausgiebig stöbern und fündig werden!

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